Bautagebuch

20. März 2020

Unter den Linden über und hinter den Gleisen

Hintergleiswand Unter den Linden März 2020 © A. Reetz-Graudenz

Ein entscheidender Schritt für die Fertigstellung des U-Bahnhofs Unter den Linden ist die besondere Gestaltung des Gleisbereichs. Für die Decke über dem Gleis sowie für die Hintergleiswand sind aufwändige Unterkonstruktionen nötig, damit sie den Belastungen einer an- und abfahrenden U-Bahn standhalten können. 

Für die Decke über den Gleisen wurde eine Technik verwendet, die ursprünglich aus dem Kirchenbau stammt: die Rabitzdecke. Dies ist nötig, da die Decke aufgrund ihrer Rundung nur verputzt werden kann. Damit dies geschehen konnte, wurde zuerst über Kopf eine  aufwändige Stahl-Unterkonstruktion an der Decke montiert. Auf 2080m² Decke wurden danach insgesamt 146 Tonnen Kalk-Zement-Putz aufgetragen. Dieses mineralische Gemisch fügt sich gut in das Gesamtkonzept der am U-Bahnhof Unter den Linden verwendeten natürlichen Materialien ein. 

Nun müssen noch die rechteckigen Lampen über dem Gleis in die Decke eingebracht und natürlich die entsprechenden Kabel angeschlossen werden, damit die Bahnsteigkante für die Durchfahrt der neuen U5 ausreichend ausgeleuchtet ist.

Für die Stahlunterkonstruktion der Hintergleiswand mussten Stahlträger mit einem Gesamtgewicht von 340 Tonnen in das Bauwerk gebracht werden. Daran wurden dann insgesamt 3.600 laufende Meter Tragprofile verbaut. Danach wurden und werden 530m² Aluminium-Paneele  und Glasfächen angebracht . Sobald dies abgeschlossen ist, steht alles bereit für die inhaltliche Gestaltung der Hintergleiswand in Zusammenarbeit mit der Humboldt Universität.


 

 

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