Bautagebuch

6. Mai 2013

Glückauf, Bärlinde!

Bärlinde © Katrin Knoke

Die Vortriebsmaschine, die ab Ende Juni die erste Röhre für die neue U5 bohrt, ist nicht länger namenlos. "Bärlinde" heißt das technische Wunderwerk, das die schwäbische Firma Herrenknecht eigens für den Berliner Untergrund konstruiert hat und das sagenhafte 74 Meter lang und 700 Tonnen schwer ist.

Ein eigens dafür bestellter Raupenkran hat heute Vormittag das Schneidrad der Tunnelvortriebsmaschine in den Startschacht am Marx-Engels-Forum gehievt. Gemeinsam mit Namensgeber Eckhard Noack taufte BVG-Chefin Dr. Sigrid Evelyn Nikutta die Maschine mit einer Flasche Sekt und wünschte Bärlinde allzeit gute und unfallfreie Fahrt.

In einer Kooperation mit der BVG hatte die BILD-Zeitung in den vergangenen Wochen ihre Leser aufgerufen, einen Namen für S-788 – so die technische Bezeichnung der Maschine – zu finden. Über 500 Berlinerinnen und Berliner schickten ihre Vorschläge. "Bärlinde", von Eckhard Noack vorgeschlagen, machte das Rennen. Der Name assoziiert das Berliner Wappentier ebenso wie die Linden, die von der Maschine auf ihrem Weg vom Marx-Engels-Forum zum U-Bahnhof Brandenburger Tor unterquert werden.

Nach einer alten bergmännischen Tradition erhalten sowohl Tunnel als auch Maschinen unter Tage einen weiblichen Vornamen.

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