Bautagebuch

14. September 2020

Dicke Dinger über dem Alex-Tunnel

Gefundener Leitungskanal ALX Leichterung August 2020 © A. Reetz-Graudenz

Wir haben hier schon öfter davon berichtet: Die Auflast über dem Alex-Tunnel muss verringert werden, damit die neue U5 sicher durchfahren kann. Dabei stellt uns der Untergrund nach wie vor vor eine ganze Reihe von unerwarteten Herausforderungen. So wurde bereits alte Munition gefunden und auch 30 Prozent mehr Leitungen, als in den Plänen ursprünglich eingezeichnet waren – und dies, obwohl im Vorfeld umfangreiche Suchschürfen durchgeführt wurden.

Hier ein anschauliches Beispiel:

Beim Abtragen des Bodens stieß man auf einen großen, ca. ein Meter breiten Leitungskanal, der in keinem Plan verzeichnet war. Um herauszufinden, ob noch etwas durch diese Leitungen fließt, was ggf. umgelagert werden müsste, wurden sämtliche in Frage kommenden Leitungsträger – von Vattenfall bis Wasserbetriebe -  angeschrieben. Sie alle überprüften den Kanal. Gute Nachricht: Kein Gas oder Strom floss durch die Leitungen. Schlechte Nachricht: Der Kanal mit Leitungen aus den 60er oder 70er Jahren  gehörte niemandem. Schlussendlich blieb ungeklärt, wofür dieser Kanal einmal von wem genutzt wurde. Klar ist nach gut 10 Tagen aber: Er kann sicher entfernt werden.

Diese Prozesse sind sehr aufwendig und können vorab nicht eingeplant werden. So kommt es immer wieder zu punktuellen Verzögerungen, so dass Arbeiten umgeplant werden müssen, um den ehrgeizigen Zeitplan für die Reduzierung der Auflast auf dem Alex-Tunnel zu schaffen.

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