Bautagebuch

22. Oktober 2012

Bauhafen sorgt für Verkehrsentlastung

BTB_Bauhafen_22102012

Der gesamte Abraum, der beim Tunnelvortrieb anfällt, wird über Leitungen zum Marx-Engels-Forum befördert und per Schiff abtransportiert. Dafür wurde an der Spree extra eine Anlegestelle für Lastkähne geschaffen, so dass die U5-Baustelle nicht nur von sich behaupten kann, derzeit Berlins größtes Infrastrukturprojekt, sondern auch die einzige Baustelle mit einem eigenen Hafen zu sein. Zudem knüpft das Projekt damit an die Tradition an, nach der Berlin ja „vom Kahn aus“ gebaut wurde.

Bis zu 500 Schiffe werden über die Bauzeit den Hafen anlaufen und nach Fertigstellung der Baugruben und des Tunnels circa 250.000 Tonnen Boden- und Baumaterial über das 80 Meter lange und 9 Meter breite Hafenbecken abtransportiert haben. Durch diese Vorgehensweise können rund 8.900 Lkw-Fahrten durch die Berliner Mitte vermieden werden.

Der Abraum wird mit den Schiffen nach Deetz im Kreis Potsdam-Mittelmark gebracht. Dort werden circa 70 Prozent des Aushubs der Wiederverwertung zugeführt, der Rest wird auf eine Deponie gebracht. Der Hafen ist ein wichtiger Baustein im Umweltkonzept der BVG, in dem neben der Minderung des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes auch Klima- und Lärmschutz eine Rolle spielen.

Anlegestelle von Stern und Kreis bleibt erhalten

Um die Personenschifffahrt auf der Spree nicht zu beeinträchtigen, veränderte die BVG ihre Planung vom – wie ursprünglich geplant – einfachen Anleger zum Hafenbecken. So können die Ausflugsschiffe der Stern- und Kreisschifffahrt trotz der Lastkähne ihre Anlegestelle weiterhin anlaufen.

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