Bauablauf

Was steht ab 2019 an?

Bahnhofsrohbau und -ausbau

Der Rohbau in den U-Bahnhöfen Rotes Rathaus und Unter den Linden ist bereits abgeschlossen, und die Arbeiten zum Bahnhofsausbau gehen auf beiden Bahnhöfen kontinuierlich voran. Im Bahnhof Museumsinsel läuft voraussichtlich bis Ende 2019 der Rohbau. Dort ist der Einbau der Innenschale mittlerweile abgeschlossen, die Vereisung abgestellt, und der Frostkörper wird aktiv aufgetaut. Wenn im Bahnhof Museumsinsel der Rohbau abgeschlossen ist, beginnt auch hier der Ausbau. Dieser umfasst unter anderem die architektonische Innengestaltung, das Verlegen sämtlicher Leitungen und die technische Ausstattung für den späteren Betrieb sowie den Gleisbau.

Probebetrieb und Inbetriebnahme

Nach erfolgtem Ausbau wird die neue Infrastruktur ausgiebig getestet. In der Phase des Probebetriebs wird das Zusammenspiel der einzelnen Bauteile und Aggregate im Dauerbetrieb erprobt.

Nach dem Probebetrieb und der technischen Freigabe durch die zuständigen Behörden kann der neue U5-Abschnitt 2020 offiziell in Betrieb gehen.

 

© Reetz-Graudenz
Was bisher geschah

Offizieller Spatenstich 2010 und Baufeldfreimachung

Der offizielle Spatenstich für den Lückenschluss der U5 fand im April 2010 unter Beteiligung des damaligen Regierenden Bürgermeisters, Klaus Wowereit, der damaligen Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, sowie des damaligen BVG-Vorstandsvorsitzenden, Andreas Sturmowski, vor dem Roten Rathaus statt.

Da in Berlin bereits vor unserem Projekt viel gebaut und verlegt wurde, musste erst das Baufeld freigemacht werden, bevor es mit der Arbeit richtig losgehen konnte. So suchten Archäologen des Landesdenkmalamts nach geschichtlichen Überresten, die erhalten bleiben sollten. Insbesondere vor dem Roten Rathaus fanden sie viele Gegenstände, die gerettet wurden.

Zur Sicherung der Versorgung während unserer Bauarbeiten legten die Leitungsverwaltungen wie die Berliner Wasserbetriebe, Vattenfall oder die Deutsche Telekom ihre Leitungen um.

Um beim U-Bahnbau nicht von Berlins bewegter Geschichte überrascht zu werden, wurde in Kampfmitteluntersuchungen schließlich der Untergrund nach Bomben, Munition und ähnlichem abgesucht.

Spezialtiefbau der Baugruben

In Berlin steht das Grundwasser hoch, im Bereich des Lückenschluss U5 nur zwei bis drei Meter unter der Oberfläche. So konnten keine 15 bis 20 Meter tiefen Baugruben einfach ausgehoben werden. Bevor also der Bahnhofsbau beginnen konnte, mussten erst die Spezialtiefbauer ran. 

Sie errichteten wasserdichte Baugruben im Erdreich – vorstellbar als Kästen mit Seitenwänden und Sohle. Zudem wurde, wo immer möglich, auch ein Deckel als Abschluss nach oben ergänzt. Die wasserdichten Baugruben bieten beim Bau Stabilität gegenüber dem Grundwasser und den Druckverhältnissen im Untergrund.

Tunnelvortrieb

Nachdem die Baugruben hergestellt wurden, konnten diese mit der Tunnelvortriebsmaschine durchfahren werden.

Die Tunnelröhren für den Lückenschluss U5 wurden im Schildvortriebsverfahren hergestellt. Dabei fuhr die Tunnelvortriebsmaschine  "Bärlinde" unterirdisch vom Marx-Engels-Forum bis zum U-Bahnhof Brandenburger Tor und baute den Tunnelrohbau gleich mit. Im Bereich der zukünftigen U-Bahnhöfe Museumsinsel und Unter den Linden durchfuhr sie die ungelenzten Baugruben. 

Nach Abschluss des Tunnelvortriebs wurden die Gleise in den Tunneln verlegt. Derzeit erfolgt die Ausstattung der Tunnel mit der notwendigen Technik. 

© A. Reetz-Graudenz

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