Lage

Der U-Bahnhof Unter den Linden ist der Kreuzungsbahnhof der U-Bahnlinien 5 und 6. Er liegt unterhalb der Kreuzung Unter den Linden/Friedrichstraße. Dabei befindet sich der Bahnsteig der U-Bahnlinie 5 unterhalb der Mittelpromenade Unter den Linden. Er reicht von westlich der Friedrichstraße bis vor die Charlottenstraße. Der Bahnsteig der U-Bahnlinie 6 liegt direkt unterhalb der Friedrichstraße zwischen Unter den Linden und Behrenstraße.

Drei der Zugänge des U-Bahnhofs liegen in der Mittelpromenade Unter den Linden, jeweils einer westlich und östlich der Friedrichstraße sowie einer westlich der Charlottenstraße. Zwei weitere Zugänge, die direkt zum Bahnsteig der U6 führen, liegen in der Friedrichstraße nördlich der Behrenstraße.

© PRG U5
Kreuzungsbahnhof mit drei Ebenen

Der U-Bahnhof Unter den Linden verfügt über drei Ebenen, auf denen Menschen in alle Himmelsrichtungen verteilt werden. In der obersten Ebene fährt die U-Bahnlinie 6 in nord-südlicher Richtung. Die mittlere Ebene ist eine Verteilerebene, über die man zwischen beiden Linien umsteigen kann. In der untersten Ebene fährt schließlich die U-Bahnlinie 5 in ost-westlicher Richtung

Gestaltung

Für die Gestaltung des U-Bahnhofs Unter den Linden sind die Architekten Ingrid Hentschel und Professor Axel Oestreich verantwortlich.

Die Architekten haben bereits den U-Bahnhof Brandenburger Tor gestaltet und sehen den neuen U-Bahnhof Unter den Linden mit diesem in Zusammenhang. Daher liegt der Gestaltung ein ähnliches Konzept zugrunde und es werden die gleichen Materialien verwendet: Muschelkalk für die Wände, weißer Terrazzo für die Fußböden und dazwischen schwarze, tragende Säulen.

Der U-Bahnhof Unter den Linden verfügt über drei Ebenen, auf denen Menschen in alle Himmelsrichtungen verteilt werden. In der obersten Ebene fährt die U-Bahnlinie 6 in nord-südlicher Richtung. Die mittlere Ebene ist eine Verteilerebene, über die man zwischen beiden Linien umsteigen kann. In der untersten Ebene fährt schließlich die U-Bahnlinie 5 in ost-westlicher Richtung.

© hentschel-oestreich
Bauweise

Die Baugrube für den U-Bahnhof Unter den Linden wurde, genau wie beim U-Bahnhof Rotes Rathaus, in Wand-Sohle-Deckel-Bauweise errichtet. Durch diese Baugrube hindurch wurden die zwei Tunnelröhren im maschinellen Tunnelvortrieb hergestellt, während sich zeitgleich und direkt über dem Tunnelvortrieb gelegen die U-Bahnlinie U6 im laufenden Betrieb befand. Wegen der verkehrlichen Zwänge im Kreuzungsbereich der beiden Straßen erfolgte die Produktion der Schlitzwände, der Dichtsohlen und der Decken abschnitts- und baufeldweise.

Innerhalb dieser Baugrube wurde das Erdreich des über 150m langen U-Bahnhofs ausgehoben und die Tübbingröhren abgebrochen. Auf der U5-Ebene des Umsteigebahnhofs befindet sich der Rohbau in der Endstufe; auf der U6-Ebene werden die Bahnsteige betoniert.

© Reetz-Graudenz
Die letzten Arbeitsschritte im Kreuzungsbahnhof

Wenn der Rohbau fertiggestellt ist, beginnen die verschiedenen Ausbaugewerke ab 2017 zunächst mit dem Einbringen von Schotter und dem Verlegen von Gleisen. Anschließend erfolgt die vom Architekten geplante Innengestaltung für Böden, Wände und Beleuchtung. Im nächsten Schritt werden alle technischen Leitungen verlegt, die für den U-Bahnbetrieb notwendig sind. Schließlich wird die typische Ausstattung der Berliner U-Bahnhöfe wie Fahrscheinautomaten, Entwerter und Informationsvitrinen eingebaut.

© LEGOLAND Discovery Centre Berlin
Der U-Bahnhof Unter den Linden in Lego

Angelehnt an das große Original ist ein Teil der neuen U5 im MINILAND des LEGOLAND Discovery Centre Berlin aus LEGO Steinen nachgebaut. Die Miniaturbahnhöfe wurden von Hand in Anlehnung an die Originalbaupläne im Maßstab 1:45 gebaut und nach und nach der Öffentlichkeit präsentiert. Im Oktober 2015 wurde der U-Bahnhof Unter den Linden vorgestellt, im Januar 2016 der U-Bahnhof Museumsinsel.