FAQ - Häufige Fragen

Was passiert beim Lückenschluss U5?

Der Lückenschluss U5 verlängert die Berliner U-Bahnlinie 5 über den Alexanderplatz hinaus bis zum Brandenburger Tor und führt sie dort mit der bereits fertigen U-Bahnlinie 55 zusammen. Aus U5 und U55 wird eine Linie: die neue U5, die dann von Hönow bis zum Hauptbahnhof fährt.

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Wer baut die U5?

Bauherrin des U5-Projekts sind die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Mit der konkreten Projektleitung wurde 2014 die Projektrealisierungs GmbH U5 (PRG U5) beauftragt. Die PRG U5 ist eine 100-prozentige BVG-Tochter.

Wie lang ist die neue Strecke und wo verläuft sie?

Die Neubaustrecke ist 2,2 Kilometer lang. Sie führt vom U-Bahnhof Alexanderplatz vorbei am Roten Rathaus. Sie unterquert dann das Marx-Engels-Forum und das Humboldtforum sowie Spree und Spreekanal. Danach verläuft sie unter dem Boulevard Unter den Linden bis zum U-Bahnhof Brandenburger Tor. Nach der Verbindung mit dem Teilstück der U55, das 1,5 Kilometer beträgt, und der 18,3 Kilometer langen jetzigen U5 wird die neue U5 von Hönow bis Hauptbahnhof eine Streckenlänge von 22 Kilometer haben.

Wie viele neue Bahnhöfe wird es geben? Und wo?

Drei neue U-Bahnhöfe entstehen mit dem Lückenschluss der U5:

Der U-Bahnhof Rotes Rathaus befindet sich direkt vor dem Roten Rathaus unterhalb der Rathausstraße.

Der U-Bahnhof Museumsinsel verläuft unter dem Spreekanal südlich der Schloßbrücke.

Der U-Bahnhof Unter den Linden als neuer Umsteigebahnhof zwischen U5 und U6 liegt unterhalb der Kreuzung Unter den Linden/Friedrichstraße.

Welchen Nutzen bringt die neue U5 für Berlin?

Der Lückenschluss zwischen U5 und U55 schafft eine direkte Anbindung der östlichen Stadtteile an die historische Mitte, das Regierungsviertel und den Hauptbahnhof. Ebenso erhält der Hauptbahnhof über die Stationen Bundestag und Brandenburger Tor hinaus eine Anbindung an das gesamte Berliner U-Bahnnetz. Für Fahrgäste wird endlich das direkte Umsteigen von der Linie U5 zur U6 und zur Nord-Süd-Bahn möglich. Die neue Verbindung entlastet zudem die Stadtbahn und die U2 bei den werktäglichen Pendlerströmen.

Was kostet der gesamte Bau?

Wir gehen momentan von einem Budget von 525 Millionen aus. Finanziert wird das Projekt durch Bundes- und Landesmittel.

Mit welcher Bauzeit ist zu rechnen?

Der symbolische Spatenstich für den Bau des Lückenschluss U5 erfolgte im April 2010. Die Bauarbeiten begannen im Jahr 2012. Aufgrund der bisherigen Baufortschritte gehen wir davon aus, dass der Bau 2019 abgeschlossen und die Inbetriebnahme der neuen U5 voraussichtlich im Jahr 2020 erfolgen wird.

Wie ist der U-Bahntunnel entstanden?

Der Großteil des Tunnels für den Lückenschluss der U5 – vom Marx-Engels-Forum bis zum U-Bahnhof Brandenburger Tor – wurde im Schildvortriebsverfahren gebaut. Schildvortriebsmaschinen sind im Prinzip fahrende Fabriken, die sich durch den Boden bewegen und nebenbei auch gleich den Tunnelrohbau erledigen. Die Vortriebsmaschine, die für uns im Einsatz war, wurde speziell für dieses Bauprojekt konzipiert und konfiguriert. Sie fuhrzwei separate Tunnelröhren durch die fertigen Bahnhofsbaugruben auf.

Weitere Informationen zum Tunnelvortrieb gibt es hier.

Was ist mit Bärlinde passiert?

Die Maschine ist Eigentum der Baufirma Implenia Construction GmbH. Wie alle Tunnelvortriebsmaschinen vom Hersteller Herrenknecht ist auch Bärlinde eine Spezialanfertigung. Sie wurde speziell für den Lückenschluss U5 und die geologische Beschaffenheit des Untergrunds in der Mitte Berlins entwickelt. Man kann sie nicht ohne weiteres für jedes andere Bauprojekt einsetzen.

Der Hersteller Herrenknecht nimmt ausgediente Maschinen zum Teil zurück, um bestimmte Teile aufzuarbeiten und bei neuen Maschinen wiederzuverwenden. Bärlinde besteht zum Beispiel teilweise aus Elementen, die bereits bei der U4 in Hamburg im Einsatz waren. Über die Wiederverwendung oder Verwertung der Maschine nach Ende des Tunnelvortriebs für den Lückenschluss der U5 entscheidet letztlich die Baufirma.

Was passiert mit dem U-Bahnhof Französische Straße?

Nur wenige Meter entfernt vom heutigen nördlichen Zugang des U-Bahnhofs Französische Straße liegt zukünftig der südliche Zugang des U-Bahnhofs Unter den Linden.

Der Bahnhof Französische Straße bleibt als Bauwerk erhalten, wird aber als Station vom U-Bahnnetz genommen. Die Zugänge werden verschlossen und der Bahnhof wird von der U6 ohne Halt durchfahren. Eine weitere Nutzung des Bahnhofs Französische Straße, etwa als Veranstaltungsort, ist nicht ausgeschlossen. Die Entscheidung über die weitere Verwendung trifft der Berliner Senat.