Die neue U5 in LEGO

Das Projekt

Angelehnt an das große Original wird ein Teil der neuen U5 im MINILAND des LEGOLAND Discovery Centre Berlin aus LEGO Steinen nachgebaut. Zum Projekt gehört der Bau der neuen U-Bahnhöfe Unter den Linden und Museumsinsel sowie der U55-Bahnhöfe Brandenburger Tor und Bundestag.

Die Miniaturbahnhöfe werden in der Werkstatt des LEGOLAND Discovery Centre Berlin von Hand in Anlehnung an die Originalbaupläne im Maßstab 1:45 gebaut und nach und nach der Öffentlichkeit präsentiert. Auch die Tunnelvortriebsmaschine wird aus LEGO zum Einsatz kommen. Für das Bauprojekt werden insgesamt mehr als 200.000 LEGO Steine verbaut und über 2.500 Zentimeter Schienen verlegt; das bedeutet circa 500 Arbeitsstunden. Das Ende der LEGO Bauarbeiten ist für Januar 2016 vorgesehen.

Der kleine U-Bahnhof Bundestag

Den Anfang machte im Januar 2015 der U-Bahnhof Bundestag. Dieser wurde in ungefähr 140 Arbeitsstunden aus circa 50.000 LEGO Steinen hergestellt. Nach den Originalentwürfen des Bundeskanzleramtsarchitekten Axel Schultes entstand in zwei Monaten der kleine U-Bahnhof Bundestag mit einer Fläche von 0,79 Quadratmetern und einer Deckenhöhe von 13,5 Zentimetern. 13 Säulen mit einem Durchmesser von drei Zentimetern tragen die Halle. Auf dem 22,5 Zentimeter breiten Bahnsteig befinden sich auch Ticketautomaten, die jeweils aus 65 LEGO Steinen bestehen. Im Vergleich dazu hat die unterirdische Halle des Originalbahnhofs eine Fläche von 3.000 Quadratmetern und eine Höhe von 8 Metern.

© PRG U5/Martin Wrzalek
Der kleine U-Bahnhof Brandenburger Tor

Als nächstes folgte im Mai 2015 der U-Bahnhof Brandenburger Tor und der erste Tunnelabschnitt. Für den Miniatur-U-Bahnhof wurden circa 50.000 LEGO Steine und für die bisherigen Tunnelabschnitte ungefähr 120.000 LEGO Steine verbaut. Für den technischen Unterbau sowie die LEGO Arbeiten wurden bislang über 500 Arbeitsstunden aufgewendet. Das Dach des Bahnhofs wird von 16 Säulen aus LEGO Steinen getragen, die auf einer Bahnsteigfläche von 170 mal 23 Zentimetern verteilt stehen. Über 70 Minifiguren warten am Bahnsteig auf eine der beiden U-Bahnen, die auf dem bereits fertiggestellten Teil auf circa 20 Metern Schienen unterwegs sind. Die Tunnelröhre und die Bahnhöfe werden von über 600 LEDs erleuchtet und an verschiedenen Stellen sind faszinierende Details wie zum Beispiel Schweißarbeiten von LEGO Minifiguren versteckt.

© LEGOLAND Discovery Centre Berlin
Der kleine U-Bahnhof Unter den Linden

Im Oktober 2015 wurde dann der U-Bahnhof Unter den Linden vorgestellt. Auch für diesen Miniaturbahnhof wurden circa 50.000 LEGO Steine in etwa 250 Arbeitsstunden verbaut. Damit ist der dritte von vier Bahnhöfen an das LEGO U-Bahnnetz angeschlossen und die kleinen U-Bahnen fahren nun von Bundestag bis Unter den Linden. LEGO Chef-Modellbauer Olaf Reichel baute auch diesen Bahnhof in Anlehnung an die Originalpläne der Architekten Ingrid Hentschel und Axel Oestreich, die bereits den U-Bahnhof Brandenburger Tor entworfen haben. Für ihn war dieser Bahnhof bisher der anspruchsvollste: „Unter den Linden verläuft über drei Ebenen und hat ein aufwendiges Beleuchtungssystem. Die Herausforderung war, so zu bauen, dass wir später auch alle Leuchtmittel problemlos auswechseln können.“

© LEGOLAND Discovery Centre Berlin
Der kleine U-Bahnhof Museumsinsel und die Eröffnung der Strecke

Schließlich wurde im Januar 2016 als vierte und letzte Station der U-Bahnhof Museumsinsel vorgestellt. Damit wurde auch die gesamte Strecke des LEGO Bauprojekts eröffnet. Insgesamt wurden für das Projekt circa 500.000 LEGO Steine, über 20 Meter Schienen, 250 Meter Kabel, 500 LEDs, 600 Kilogramm Holz und 22 Meter Plexiglas in 1.000 Arbeitsstunden verbaut. In insgesamt 14 Monaten Planungs- und Bauzeit konnten die vier Miniaturbahnhöfe und die verbindende Tunnelstrecke realisiert werden. In dieser fährt nun die weltweit erste U-Bahn aus LEGO und auch auf den Bahnhöfen ist viel los. Neben vielen verschiedenen Fahrgästen auf den Bahnsteigen und funktionierenden Aufzügen gibt es im LEGO U-Bahnprojekt viel Verborgenes zu entdecken.

© PRG U5/Anne Hagemann