Bauablauf

Was steht ab 2017 an?

Bahnhofsrohbau und -ausbau

Der Rohbau im U-Bahnhof Rotes Rathaus ist bereits abgeschlossen und der Bahnhofsausbau beginnt. Bei den Bahnhöfen Museumsinsel und Unter den Linden läuft die Rohbauphase. Hier entstehen unter anderem die Wände und Sohlen der Bahnhofsbauwerke, Zwischendecken, Stützen und Bahnsteige.

Wenn die Rohbauphase der Bahnhöfe Museumsinsel und Unter den Linden abgeschlossen ist, beginnt auch hier der Ausbau. Dieser umfasst das Einbringen von Schotter, den Gleisbau, das Verlegen sämtlicher Leitungen und die technische Ausstattung für den späteren Betrieb sowie die architektonische Innengestaltung.

Probebetrieb und Inbetriebnahme

Nach erfolgtem Ausbau wird die neue Infrastruktur ausgiebig getestet. In der Phase des Probebetriebs wird das Zusammenspiel der einzelnen Bauteile und Aggregate im Dauerbetrieb erprobt.

Nach dem Probebetrieb und der technischen Freigabe durch die zuständigen Behörden kann der neue U5-Abschnitt 2020 offiziell in Betrieb gehen.

 

© Reetz-Graudenz
Was bisher geschah

Offizieller Spatenstich 2010 und Baufeldfreimachung

Der offizielle Spatenstich für den Lückenschluss der U5 fand im April 2010 unter Beteiligung des damaligen Regierenden Bürgermeisters, Klaus Wowereit, der damaligen Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, sowie des damaligen BVG-Vorstandsvorsitzenden, Andreas Sturmowski, vor dem Roten Rathaus statt.

Da in Berlin bereits vor unserem Projekt viel gebaut und verlegt wurde, musste erst das Baufeld freigemacht werden, bevor es mit der Arbeit richtig losgehen konnte. So suchten Archäologen des Landesdenkmalamts nach geschichtlichen Überresten, die erhalten bleiben sollten. Insbesondere vor dem Roten Rathaus fanden sie viele Gegenstände, die gerettet wurden.

Zur Sicherung der Versorgung während unserer Bauarbeiten legten die Leitungsverwaltungen wie die Berliner Wasserbetriebe, Vattenfall oder die Deutsche Telekom ihre Leitungen um.

Um beim U-Bahnbau nicht von Berlins bewegter Geschichte überrascht zu werden, wurde in Kampfmitteluntersuchungen schließlich der Untergrund nach Bomben, Munition und ähnlichem abgesucht.

Spezialtiefbau der Baugruben

In Berlin steht das Grundwasser hoch, im Bereich des Lückenschluss U5 nur zwei bis drei Meter unter der Oberfläche. So konnten keine 15 bis 20 Meter tiefen Baugruben einfach ausgehoben werden. Bevor also der Bahnhofsbau beginnen konnte, mussten erst die Spezialtiefbauer ran. 

Sie errichteten wasserdichte Baugruben im Erdreich – vorstellbar als Kästen mit Seitenwänden und Sohle. Zudem wurde, wo immer möglich, auch ein Deckel als Abschluss nach oben ergänzt. Die wasserdichten Baugruben bieten beim Bau Stabilität gegenüber dem Grundwasser und den Druckverhältnissen im Untergrund.

Tunnelvortrieb

Nachdem die Baugruben hergestellt wurden, konnten diese mit der Tunnelvortriebsmaschine durchfahren werden.

Die Tunnelröhren für den Lückenschluss U5 wurden im Schildvortriebsverfahren hergestellt. Dabei fuhr die Tunnelvortriebsmaschine unterirdisch vom Marx-Engels-Forum bis zum U-Bahnhof Brandenburger Tor und baute den Tunnelrohbau gleich mit. Im Bereich der zukünftigen U-Bahnhöfe Museumsinsel und Unter den Linden ist sie die ungelenzten Baugruben durchfahren.

Seitdem der maschinelle Tunnelvortrieb abgeschlossen ist, wird der Anschluss an den U-Bahnhof Brandenburger Tor händisch hergestellt.

© PRG U5